Spielen und Alltag Zu Anfangs wurden Einrichtungen, in denen Glücksspiele gespielt wurden, nicht nur zum Wettspiele eingeführt. So genannte "Spielhäuser" waren immer eine Art Verknüpfung von Vergnügen und etwas Nützlichem. Die Institutionalisierung des Glücksspiels fand in Europa in Großstädten statt, wobei man sich zu meist auf Bädern und Kurorten, Jahrmärkten, Messen und adligen Bällen konzentrierte.
Konzessionierten Spielhäuser: Die ersten konzessionierten Spielhäuser wurden im 14./15. Jahrhundert in Holland und Flandern errichtet. 1396 wurde das erste deutsche Spielhaus in Frankfurt am Main eröffnet. Schon 1720 wurde die erste Spielbank in den deutschen Ländern in Bad Ems gegründet.
Deutsche Spielhäuser: Nach der französischen Revolution wurden sämtliche Spielhäuser in Frankreich geschlossen. Dies sollte die große Chance der deutschen Spielhäuser werden. Die deutsche Länder wurden somit zum Zentrum der Glückspieler. Dies führte zum Erfolg einiger Spielhäuser, so zum Beispiel Spielbank Bad Homburg, Spielbank Baden-Baden oder auch Baden-Baden Wiesbaden.
Doch auch in Deutschland sollte sich bald das Spielverbot durchsetzten: In Deutschland war Preußen bereits vor der Märzrevolution (1848) mit der Schließung der Spielbanken vorangegangen. Nach der Reichsgründung mussten mit Jahresende 1872 alle deutschen Spielbanken schließen.
Spielbank von Monte Carlo: Da nun sowohl in Frankreich als auch in Deutschland das Glücksspielen verboten war, ergab sich für das Fürstentum Monaco eine unglaubliche Gelegenheit die Spielbank Monaco populär zu machen. François Blanc nutzte natürlich diese Gelegenheit und führte die Spielbank von Monte Carlo zu seinem Ruhm.
Spielbanken und Nationalsozialisten: Erst 1933 wurden die ersten Spielbanken in Deutschland unter den Nationalsozialisten wiedereröffnet. Vorraussetzung für den Konzessionserhalt war der Standort in einem Kur- oder Badeort mit einer nachgewiesenen jährlichen Besucherzahl von 70000 Gästen. Doch mit Ende der Siegeszüge der Nationalsozialisten sollte auch bald die Spielbanken einer nach den anderen ihr Türe schließen. Sei es aus Personalmangel (Soldaten wurden an der Front gebraucht) oder Geld Mangel, Mai 1945 waren alle Spielhäuser im damaligen Deutschland erstmal wieder geschlossen.
Währungsreform und Wiederöffnung: Mit der Währungsreform wurde 1948 die erste Spielbank, Bad Neuenahr, mit großem öffentlichem Aufsehen wiedereröffnet. Schnell folgten die größten Spielbanken Bad Dürkheim, Baden-Baden, Wiesbaden und noch andere nach. Bis zu Anfang der 70er Jahre begrenzte sich die Zahl der Spielbanken. Die jeweiligen Spielbanken profitierten ihren jeweiligen Monopol. Doch bald blühte die Spielbankbranche und mehr und mehr Spielbanken versuchten ihren Glück. Heute sind über 50 Spielbanken in Deutschland aktiv und bekannt !
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